Södermalm in Stockholm

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Der südliche Teil von Stockholm ist glücklicherweise von den Touristen noch nicht entdeckt worden. Aber das macht gerade den Reiz von Södermalm aus.

 

Das ehemalige Schmuddelviertel Stockholms hat sich vom Arbeiterviertel zu einem angesagten Stadteil für einheimische Trendsetter entwickelt. Der Grund dafür ist das unkonventionelle Flair. Es ist nun das Viertel der Bohemiens, die sich dort dank niedrigerer Mietpreise in den letzten 15 Jahren angesiedelt haben. Kleinere Galerien, Mode- und Designboutiquen, Cafés und Bars findet man dort schon sofort nach dem Betreten der Insel von Slussen und Gamla Stan her in der Götgatan. Die Götgatan ist eine verkehrsberuhigte Einkaufsmeile mit zahlreichen Geschäften, die Besucher trotz der zentralen Lage oft übersehen. Besonders zu empfehlen ist hier die Einkaufsarkade „Bruno Gallery“ mit Geschäften von den coolen schwedischen Marken „Whyred“ und „Philippa K“.

Der Stockholmer Kleiderladen „Cheapmonday“ ist ein weiterer Höhepunkt für Modebewusste auf der Straße. Besonders am Wochenende ist hier die Dichte der einkaufenden DJs besonders hoch. Die Auswahl ist riesengroß. Im Keller: ausgewählte Secondhand-Kleidung und -Schuhe. Oben vor allem die eigene Modemarke, die innerhalb der letzten zwei Jahre durch zahlreiche Filialeröffnungen im ganzen Land bekannt wurde. Vor allem „Cheapmonday“-Jeans haben in Schweden Kultstatus. Das Schöne an der Marke: schicke Fummel, die teuer aussehen, aber unglaublich preiswert sind. 

Sofo

In der Nähe der U-Bahnstation „Medborgarplatsen“ hat sich Sofo als zweiter Mittelpunkt gebildet. Der Name „Sofo“ wurde aus Söder om Folkungagatan geprägt, was so viel heißt wie „auf der südlichen Seite der Hauptverkehrsstraße Folkungagatan“. Die Atmosphäre dort lässt sich mit jung, hip und etwas entspannter als in den alteingesessenen Innenstadtvierteln umschreiben.

Insel für Feinschmecker – Södermalm

Wenn Sie es eher auf kulinarische Höhepunkte abgesehen haben, sollten Sie der Insel Södermalm einen Besuch abstatten. Dicht gedrängt finden sich hier Restaurants und Cafés für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel.

Auf Södermalm fanden wir am Medborgarplatsen eine Einkaufsmall, die es in sich hatte. So appetitlich findet man die Köstlichkeiten und Delikatessen nur selten platziert.

In einer Weinboutique fehlte deutscher Riesling ebenso wenig wie edle französische Rotweine. Rentier-Filets, Schinken aller Provenienzen und Hunderte von Olivenölen zeigten die Lebensart der Schweden überdeutlich.

Und Obst und Gemüse wurden mit Wassernebel besprüht, damit Aroma und Farben voll herauskamen.

Vor dem Eingang der Mall kann man allerdings auch genüsslich Döner mit Cola Light verspeisen.

Reisetipp

Den besten Blick über Stockholm hat man von Katarinahissen aus. Am Beginn von Södermalm sieht man den kantigen Stahl-Turm, auf den man mit einem Lift oder über eine Brücke gelangt. Etwas südlicher, einige Straßen weiter nach Södermalm hinein stößt man auf den Mosebacketorg. Hier drehten sich ursprünglich Windmühlen. Heute befindet sich dort das ältesteste Stockholmer Theater, das Södar Teatern. Die Mosebacke-Terrasse mit einem Sommerrestaurant sollte man allein schon wegen der Aussicht auf Stockholm besuchen. (Strindberg hat sie in einem seiner Romane ausführlich beschrieben.)

Für eine weitere Verschnaufpause können Sie es sich in einem Café auf dem Stortorget bequem machen. Der einstige Börsenplatz bietet Ihnen die beste Gelegenheit, bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen die flanierenden Menschen, die sich in Stockholm treffen, zu beobachten.

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