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Die Schweden in Stockholm strahlen eine Lebensart aus, die man so weit nördlich nicht erwartet. Sie kleiden sich offen, suchen den Aufenthalt in der freien Luft und geben sich gesellig und gut gelaunt. Die Wirte legen zum Teil wärmende Schals auf die Stühle, damit die Gäste bis in den Abend bleiben.
Doch anscheinend macht es den Schweden - vorwiegend den jüngeren - gar nichts aus, bei 16 bis 18 Grad offenherzig und gut gelaunt durch Parks und Straßen zu schlendern. Auf Djurgarden, nicht weit vom Vasa-Museum fanden wir dieses leicht elitäre Cafe. Dort kann man auf gemütlichen Liegen bei einem Drink die Sonne und den Blick aufs Wasser genießen.
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In Kungssträdgarden herrscht immer lebhaftes Treiben. Die älteren sitzen an Tischen und spielen Schach. Oder zwei Schachprofis spielen mit Bodenfiguren, während eine geduldige Zuschauermenge in Gedanken mitspielt. Wer die vorbeiziehenden Menschen beobachtet, ist angenehm berührt. Es gibt so gut wie keine "Dicken". Die schwedischen Frauen legen ganz offensichtlich Wert auf eine gute Figur und auf pfiffige, körperbetonte Kleidung. Es macht gute Laune, in Stockholm zu sein. Die meisten schlendern auf der Allee oder lauschen den Straßenmusikern. Andere schmunzeln über die in langen Reihen aufgestellten Schilder, die alle eines gemeinsam haben: Sie sind völlig unsinnig. |
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Auf Södermalm fanden wir am Medborgarplatsen eine Einkaufsmall, die es in sich hatte. So appetitlich findet man die Köstlichkeiten und Delikatessen nur selten platziert. In einer Weinboutique fehlte deutscher Riesling ebenso wenig wie edle französische Rotweine. Rentier-Filets, Schinken aller Provenienzen und Hunderte von Olivenölen zeigten die Lebensart der Schweden überdeutlich. Und Obst und Gemüse wurden mit Wassernebel besprüht, damit Aroma und Farben voll herauskamen.
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Teuer ist relativ
Generell gelten skandinavische Länder für uns immer als teure Urlaubsziele. In Wirklichkeit sind die Preise für Grundnahrungsmittel in Schweden tatsächlich nicht viel höher als hierzulande. Nur Genussmittel wie Alkohol und Tabak schlagen aufgrund der Besteuerung zu Buche. Und wenn man auf der Suche nach skandinavischem Design und Luxusartikeln ist, sollte man unbedingt einen Blick in das Luxuskaufhaus NK auf Norrmalm werfen. Wir wurden Zeuge eines spektakulären Besuchs des NK: Plötzlich strömten Bodyguards und Wachmänner aus dem Kaufhaus, eine Stretch-Limousine fuhr auf den Eingang zu und es stiegen zwei orientalisch gekleidete Araberinnen aus. Es folgten Ihnen die Männer und der Tross schickte sich an zum Shopping. Nur unweit des Einkaufstempels entfernt erstrecken sich dann auch die vom Sergels Torg abgehenden Einkaufsstraßen mit unzähligen Geschäften, Boutiquen und Cafés.
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