Perlen der Westtürkei




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Lastminute-Türkei


 

Reisebericht über eine Bustour von 
Istanbul bis Antalya

Im Februar 2006 entschlossen wir uns, mit Öger Tours eine Bustour entlang der türkischen Westküste zu machen. Wäre diese Tour im Sommer wahrscheinlich zu heiß gewesen, so war sie diesmal viel zu kalt. Schneestürme deckten nahezu ganz Europa ein, auch die Türkei wurde nicht davon verschont. Schien an einem Tag die Sonne vom klaren Himmel, so fegte ein eisiger Sturm den Schnee über das antike Troja und unsere kleine Gruppe. 

Dennoch war die Reise absolut empfehlenswert. Die Reiseleiterin war nicht nur der gute Geist, sondern sie hatte ihn auch. Kompetent und charmant kommentierte sie die antiken Stätten und unterhielt uns mit aktuellen Geschichten. Manchmal fühlten wir uns abends wie in einer Karawanserei, in der 1001 Geschichten erzählt wurden. 

Ephesus - eine antike Stadt mit 350.000 Einwohnern Kein Schnne -  Alles nur Kalk
Troja im Schneesturm Antalya - Das lange Warten auf die EU

Die meisten deutschen Urlauber kennen die Türkei eigentlich nur als ein Land, in dem man herrlich am Strand liegen kann und in guten Hotels von freundlichen Türken bedient wird.

Allenfalls haben wir noch eine Vorstellung von unseren türkischen Mitbürgern, wie sie in Deutschland so leben. Die kommen aber in der Mehrzahl aus Ost-Anatolien, wo  die wirtschaftliche Entwicklung und die Ausbildung der Menschen noch weit unter dem Standard der Westtürkei liegt. 

Nach dieser Rundreise durch die alte und die neue Türkei ist unsere Hochachtung vor den Türken erheblich gestiegen. 

In Istanbul pulsiert das Leben wesentlich rasanter als in irgendeiner Stadt in Deutschland. Der Zustrom aus den Landgebieten ist unaufhaltsam, keiner kennt die genauen Zahlen der Einwohner Istanbuls. Es wird von 15 bis 18 Millionen gesprochen. Und überall werden Wohngebäude hochgezogen und in einigen Zentren Istanbuls ragen mehr Wolkenkratzer in den Himmel als man in Deutschland zählen kann.

Kurz-Geschichte der Türkei

Geschichtlich wurde die Türkei von einer Vielzahl von Kulturen geprägt. Lange vor unserer Zeitrechnung herrschten die Hethiter im Osten und im Westen breitete sich die mykenische Kultur aus. 

Die Ionier wehrten sich lange gegen die Angriffe der Perser, bis der Grieche Alexander der Große sie in einer heftigen Keilerei bei Issos im Jahre 333 v.Chr. verdrängte und selbst die Herrschaft übernahm.

Danach hatten die Römer das Sagen. Kleinasien wird römische Provinz. 

Aber im 4. Jahrhundert n. Chr. zerfiel das Reich der Römer. Es verblieb ein starkes byzantinisches Reich mit der Hauptstadt Byzanz, dem jetzigen Istanbul.

Ab dem 13. Jahrhundert beginnt die Geschichte des Osmanischen Reiches. Die Türken werden eine Großmacht. Byzanz wird nun Konstantinopel und ist die Hauptstadt des Osmanischen Reiches. 

Im 15. Jahrhundert zieht Süleyman II bis vor Wien. Seine Schiffsflotte beherrscht das Mittelmeer. Aber gegen Ende dieses Jahrhunderts schwindet der Einfluss wieder. 

Die Türkei verwickelt sich über Jahrhunderte hinweg in Kriege, insbesondere mit Russland.

Erst Atatürk beschert dem türkischen Volk wieder ein neues Nationalgefühl. In Ankara wird 1920 die große Nationalversammlung einberufen. Es beginnen große Reformen wie die Einführung der lateinischen Schrift, Gregorianischer Kalender, Frauenstimmrecht und Einehe. Atatürk und der letzte deutsche Kaiser pflegten ihre Freundschaft. Und bis heute sind die Deutschen in der Türkei herzlich willkommen.

 

Lampenladen im großen Basar in Istanbul Mythologische Köpfe aus der Sauna in Aphrodisias

 

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Fotos: © 2006 Merlins