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Die
meisten deutschen Urlauber kennen die Türkei eigentlich nur als ein
Land, in dem man herrlich am Strand liegen kann und in guten Hotels
von freundlichen Türken bedient wird.
Allenfalls
haben wir noch eine Vorstellung von unseren türkischen Mitbürgern,
wie sie in Deutschland so leben. Die kommen aber in der Mehrzahl aus
Ost-Anatolien, wo die wirtschaftliche Entwicklung und die
Ausbildung der Menschen noch weit unter dem Standard der Westtürkei
liegt.
Nach
dieser Rundreise durch die alte und die neue Türkei ist unsere
Hochachtung vor den Türken erheblich gestiegen.
In
Istanbul pulsiert das Leben wesentlich rasanter als in irgendeiner
Stadt in Deutschland. Der Zustrom aus den Landgebieten ist
unaufhaltsam, keiner kennt die genauen Zahlen der Einwohner
Istanbuls. Es wird von 15 bis 18 Millionen gesprochen. Und überall
werden Wohngebäude hochgezogen und in einigen Zentren Istanbuls
ragen mehr Wolkenkratzer in den Himmel als man in Deutschland
zählen kann.
Kurz-Geschichte
der Türkei
Geschichtlich
wurde die Türkei von einer Vielzahl von Kulturen geprägt. Lange
vor unserer Zeitrechnung herrschten die Hethiter im Osten und im
Westen breitete sich die mykenische Kultur aus.
Die
Ionier wehrten sich lange gegen die Angriffe der Perser, bis der
Grieche Alexander der Große sie in einer heftigen Keilerei
bei Issos im Jahre 333 v.Chr. verdrängte und selbst die
Herrschaft übernahm.
Danach
hatten die Römer das Sagen. Kleinasien wird römische Provinz.
Aber im 4. Jahrhundert n. Chr. zerfiel das Reich der Römer. Es
verblieb ein starkes byzantinisches Reich mit der Hauptstadt
Byzanz, dem jetzigen Istanbul.
Ab
dem 13. Jahrhundert beginnt die Geschichte des Osmanischen
Reiches. Die Türken werden eine Großmacht. Byzanz wird nun
Konstantinopel und ist die Hauptstadt des Osmanischen
Reiches.
Im
15. Jahrhundert zieht Süleyman II bis vor Wien. Seine
Schiffsflotte beherrscht das Mittelmeer. Aber gegen Ende dieses
Jahrhunderts schwindet der Einfluss wieder.
Die
Türkei verwickelt sich über Jahrhunderte hinweg in Kriege,
insbesondere mit Russland.
Erst
Atatürk beschert dem türkischen Volk wieder ein neues
Nationalgefühl. In Ankara wird 1920 die große
Nationalversammlung einberufen. Es beginnen große Reformen wie
die Einführung der lateinischen Schrift, Gregorianischer
Kalender, Frauenstimmrecht und Einehe. Atatürk und der letzte
deutsche Kaiser pflegten ihre Freundschaft. Und bis heute sind die
Deutschen in der Türkei herzlich willkommen.
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