Pamukkale, Türkei




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Unsere Reise führt uns am gleichen Tage von Kusadasi und Ephesus zum 280 km entfernten Pamukkale.

Pamukkale liegt im Landesinneren in einem fruchtbaren, landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebiet. Aber es liegt auch am Fuße eines Gebirges, an dessen Hängen sich ein Quellteich mit 35 Grad warmem Thermalwasser befindet. 

Das stark kalkhaltige Wasser scheidet beim Abkühlen sehr viel Kalk aus, das zu Terrassen, Wölbungen und natürlichen Wasserbecken erstarrt. Der Kalk ist weiß und von weitem sieht der Hang wie ein Eisgletscher aus.


Die Therme wirkt etwas oll und ungepflegt. Wir stellen uns vor, wie hier im Sommer die Scharen von Ausflüglern mit Hunderten von Bussen von der Mittelmeerküste anreisen und sich auf der kleinen Fläche um das Schwimmbecken herum tummeln. Jetzt im Februar deckt der leichte Nebel, der vom warmen Wasser aufsteigt, alles gnädig zu.

Um den Kalksinter zu schonen, darf die weiße Fläche nicht mehr mit Schuhen betreten werden, nur barfuß. Das hilft.

 

 


Bereits im Altertum wurden die Thermen genutzt. Der pergamenische König Eumenes II gründete hier die Stadt Hierapolis. Unter den Römern entwickelte sich Hierapolis zu einer blühenden Stadt.

Südwestlich des Quellteiches stehen die großen Badethermen mit gewaltigen Gewölben. Sie werden nun als Museum genutzt. Eine Vielzahl römischer Gebrauchsgegenstände, Schmuck und Kunstgegenstände lohnte den Besuch.

An den Ruinen eines Tempels vorbei gelangt man zum römischen Theater. Etwas entfernt befindet sich eine weitläufige Nekropole (Friedhof). Eine Vielzahl von großartig ausgeführten Grabbauten zeugt vom Reichtum der Bewohner des antiken Hierapolis.





Öger hatte für unsere Gruppe ein ausgezeichnetes Hotel ausgesucht. Das Pamuksu Hotel liegt direkt unter den Sinterterrassen, ein Schwimmbad ist vorhanden und ein kleiner Innen-Pool mit warmem Thermalwasser. Abends am Kamin zu sitzen, war im kalten Februar ein wirklicher Genuss. 




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Fotos: © 2006 Merlins