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Berühmt
wurde Troja durch den Dichter Homer (ca. 750 v. Chr.), der in
seiner Ilias den Trojanischen Krieg ausführlich beschrieben
hat. Heute wird die Geschichte von Paris, Priamos, Agamemnon
und Helena weitgehend vergessen sein. Immerhin kennt die Welt noch
Trojaner. Nämlich als unerwünschte Trojanische Pferde im
Computer, die von außen eingeschleust werden und heimlich ihre
unheilvolle Arbeit entfalten.
Bekannt
wurde Troja aber auch durch Heinrich Schliemann, der sich 1873
aufgrund der genauen Angaben bei Homer auf den Weg machte, um
Troja zu entdecken. Er fand hier den berühmten "Schatz des
Priamos", der aus goldenen, silbernen und bronzenen Gefäßen,
Bechern, königlichen Beilen aus Nephrit, Gegenstände aus
Lapislazuli und Bergkristall, auch Vasen und dem Schmuck in Form
von Diademen, Ringen, Armreifen, Bändern und Ohrringen
bestand.
Er
schenkte diese Funde dem Museum für Vor- und Frühgeschichte in
Berlin. Dieser "Schatz des Priamos" war nach dem Krieg
lange Zeit verschwunden und tauchte erst vor einigen Jahren, für
die Öffentlichkeit wieder zugänglich, in Russland auf, wo er
sich bis heute befindet.
Der Ausgrabungshügel
liegt am Rande der Ebene von Skamandros (heute
"Küçük Menderes). Die Dardanellen sind recht weit
entfernt. So ist es schwer vorstellbar, warum Schliemann
ausgerechnet hier gegraben hat. Er fand den Goldschatz in der 2.
Schicht (2600 - 2300 v. Chr.) bei Ausgrabungen
an der Burgmauer. Man erkannte, dass der Eingang zur Stadt Troja immer wieder einmal
verlegt wurde.
Als der Eingang an der Südwestecke der Stadt lag, war das Tor gerade so breit, dass ein Einzelner durchpasste, aber nicht zwei Leute gleichzeitig. Das Tor war genaugenommen ein
gemauerter Tunnel. Mehrere Meter musste man durch diesen engen Schlauch. In diesem Tunnel wurde auch das Gold eingemauert, das bald viertausend Jahre später als „Schatz des Priamos“ von Heinrich Schliemann gefunden worden ist.
Als dann der Eingang an eine andere Stelle verlegt worden ist, wurden Teile des Tunnels abgetragen, andere zugemauert. Dass man nicht schon damals bei den Umbauarbeiten diesen Schatz entdeckt hatte, war eine Frage von wenigen Zentimetern. Hätte man eine Steinreihe mehr abgetragen, hätte man ihn gefunden.
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